Mittwoch, 10. Februar 2016

Hallo Bodensee!

Kaum hatten wir die Augen zugemacht, schon klingelte wieder der Wecker. Zeit zum Frühstücken. Wie jeden Morgen hieß es dann Abschied nehmen und raus in die frostige Morgenkälte. Noch bevor wir Salem verließen, deckten wir uns mit ordentlich Proviant für den Tag ein, denn die Strecke nach Stockach sollte sich ganz schön ziehen. Aber immerhin würden wir endlich wieder am Wasser laufen, hallo Bodensee! Hallo Schnee?! Mit dir waren wir heute aber nicht verabredet! Und ebenso schnell wie er anfing zu rieseln, verschwand er auch wieder, die dicken Wolken allerdings blieben und machten es der Sonne richtig schwer ihre Strahlen auf die Erde zu werfen.


Es ist bereits stockfinster als wir eeendlich und total durchgefroren in Stockach Zizenhausen eintrafen. Noch schnell einen Anstieg hinauf, dann standen wir vor Elises Tür. Auf unser Klingeln hin öffnete eine Dame die Tür, strahlte bis über beide Ohren und bat uns hinein. "Mi casa is su casa", eröffnete sie den kleinen Rundgang durch ihre Wohnung. Gleich darauf gab es eine Tasse heißen Tee, um unsere noch eisigen Körper von Innen zu enteisen. Elise las uns buchstäblich die Wünsche von den Lippen ab. Wir genossen eine heiße Dusche, sie richtete derweilen ein einzigartiges Abendmahl an. Mehrmals in der Woche bekommt unsere Gastgeberin   Besuch von einem Iraner, sie hilft ihm die deutsche Sprache zu lernen. Die beiden kochen sehr gerne zusammen, immer im Wechsel; einmal deutsche und einmal iranische Küche. Und aus diesem Grund gab es heute für uns exklusiv iranisches Essen. Danilo und ich lieben die internationale Küche und uns lief instant das Wasser im Munde zusammen. Aber als sei das nicht schon genug, servierte Elise uns zum Nachtisch selbstgemachten, überleckeren Kaiserschmarrn. Alles richtig gemacht!
Als Topic gab es spannende und beeindruckende Geschichten aus Elises Leben. Sie war und ist teilweise noch in der Eventmanagement Branche unterwegs - meine Ohren spitzten sich bis zur Decke, als sie von verschiedenen Projekten und Events berichtete. Ein sehr  aufregender Abend für Augen, Ohren, Hirn und Magen und ein Aufenthalt, der uns einmal wieder bestätigte, das Couchsurfen die beste Methode der Übernachtung in einer fremden Stadt ist! Danke nochmal für deine Gastfreundschaft!!


Kilometerstand: 343,85km

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