Sonntag, 14. Februar 2016

F.R.E.I.B.U.R.G


Tschüss Andre! :)

Valentinstag. Der Plan war ja eigentlich klischeemäßig bei einem Bäcker um die Ecke gemütlich zu frühstücken. Das Schicksal wollte es anders: Der Bäcker hatte geschlossen, die einzigen zwei Läden in nächster Nähe, die geöffnet hatten, waren die Tanke und McDonald's.  Bei der Auswahl konnte man dann auch nichts mehr falsch machen...

Petrus konnte sich heute Morgen gar nicht entscheiden, ob er uns mit Regentropfen oder Schneeflocken bewerfen sollte. Er entschied sich für einen matschigen Mix. Diese Suppe machte es unglaublich schwer voran zu kommen. Schon für die ersten Kilometer brauchten wir eine Ewigkeit. Wir rutschten durch die Gegend und fanden ums Verderben keinen Halt. Das machte die Sache ziemlich anstrengend. Dazu kam noch, dass Schuhe und Kleidung dem Wetter nicht länger standhalten konnte. Bei jedem Schritt quatsche das eisige Schneewasser durch die Zehen. Danilos Snowboardhose war durch und durch nass, auch die anderen Klamotten konnten dan Sabsch nicht mehr von uns halten.
Bis Hinterzarten kämpften wir uns noch durch, entschlossen uns dann aber mit dem Zug abzukürzen, da wir weder wussten, ob es einen festen Wanderweg zum nächstgroßeren Ort Kirchzarten gab, und wenn ja, ob dieser begehbar sein würde. Ein wenig ärgerlich war das schon, sich aber heute die Haxen zu brechen, darauf wollten wir es nicht unbedingt ankommen lassen. 
Schwubsdiwubs waren wir in Kirchzarten und hatten so viel an Höhenmetern verloren, dass von Schnee und Regen keine Spur mehr war. Ab jetzt konnten wir entspannt bis nach Freiburg durchlaufen. 
In der Nähe vom Bahnhof hatte Danilo ein Zimmer im Stay Inn Hostel reserviert. Unsere Erwartungen waren dürftig. Umso überraschter waren wir, als der Schlüssel mit einem leichten Krachen die Bolzen des Schlosses löste und sich die Tür ins Paradies öffnete. 2 Etagen, ein großes Bett, Fußbodenheizung. Oh. Mein. Gott. Es war wundervoll! 



Nachdem wir eine dreitägige Dusche genommen hatten und ein wenig ausgeruht waren, wurde es Zeit unsere hungrigen Mägen mit leckerem Essen zu füllen. Das afghanische Restaurant direkt vor der Tür lachte uns so sehr an, dass wir trotz Marsch in die Stadt schnell wieder zurückliefen, um dort gebührend zu speisen, schließlich war es der letzte gemeinsame Abend...

Kilometerstand: 443,35km

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