"Wann hatte ich wohl das letzte Mal alleine und nicht zuhause in meinen Geburtstag hineingeschlafen?", das war die Frage, mit welcher ich den Tag eröffnete. Ich lag in einem bequemen, großen Bett, schaute aus dem Dachfenster, das von der Sonne durchflutet wurde, und wurde langsam wach. Auf eine komische Weise war es ein schöner Start in den Tag, auch wenn ich zunächst "alleine" war. Das änderte sich aber schnell, als ich die Treppe hinuntertapste und die Küchentür öffnete. Völlig überwältigt und irgendwie hilflos klein stand ich im Türrahmen und bekam ein 1A Geburtstagsständchen vorgesungen, während in meinen strahlenden Augen der Schein der kleinen bunten Geburtstagskerzen, die in einem Berg von Gummibärchen steckten, reflektierte. Wie süß war denn das? Mit so etwas hatte ich nicht gerechnet!
Gerührt wie das Ei in der Pfanne nahm ich Platz ein und frühstückte gemeinsam mit Sabine und den Kids. Gleich war es Zeit für den Kindergarten doch zuvor gab es noch eine kleine Geschichte und eine kurze Runde Memory. Dann aber fuhr ein Auto vor und ich war total gespannt, denn ich wusste, wer da drin sitzen würde. Meine Mama. Heute ist Mutter-Tochter-Tag; meine Mama begleitet mich auf meiner letzten Etappe. Gemeinsam würden wir am Nachmittag die Zielgerade überqueren. Danilo war so lieb gewesen sie nach Gau-Weinheim zu bringen. Na dann mal los! Tschüss liebe Gastfamilie!!!
Gerührt wie das Ei in der Pfanne nahm ich Platz ein und frühstückte gemeinsam mit Sabine und den Kids. Gleich war es Zeit für den Kindergarten doch zuvor gab es noch eine kleine Geschichte und eine kurze Runde Memory. Dann aber fuhr ein Auto vor und ich war total gespannt, denn ich wusste, wer da drin sitzen würde. Meine Mama. Heute ist Mutter-Tochter-Tag; meine Mama begleitet mich auf meiner letzten Etappe. Gemeinsam würden wir am Nachmittag die Zielgerade überqueren. Danilo war so lieb gewesen sie nach Gau-Weinheim zu bringen. Na dann mal los! Tschüss liebe Gastfamilie!!!
Der erste Tag, an dem Mr. Google Sendepause hatte. Zunächst schauten wir uns seine vorgeschlagene Route zwar noch an, folgten ihr sogar ein Stück. Aber als er uns permanent an der überfüllten Bundesstraße entlang dirigierte, und dort sogar fast ein Unfall passierte, als ein junger Mann unerwartet in die Eisen ging, um uns ein Stück mitzunehmen, beschlossen wir dem Mister keine Aufmerksamkeit mehr zu schenken und kellerten ihn in den Tiefen meiner Tasche ein.
Über die meteorologischen Verhältnisse am heutigen Tag konnte man nur staunen. Die Frühlingssonne gab heue Vollgas und schoss raketenartig mit Solarenergie auf unsere körpereigene Photovoltaikanlage, das alles bei klarem Himmel und einer Luft, die so frisch und wohltuend in unsere Lungen strömte, das ein Gefühl "wie neu geboren" entstand. Wie passend.
Abgefüllt mit purer Energie bis unters Dach spazierten wir an diesem Supertag über die Felder, legten eine kurze Frühstückspause in Gau-Bickelheim ein, beobachteten die Winzer beim Arbeiten in den Weinbergen, während wir unsere Leckereien vom Bäcker vertilgten.
Nächster Halt: Sprendlingen. Ein kurzer Abstecher bei meiner entfernten Cousine, Pipipause und immer weiter Richtung Gensingen. Hier gab es eine kleine, feine Mittagspause bevor wir unsere erste Hürde erreichten.
Nach Grolsheim versuchten wir den Fahrradweg zu benutzen, doch das Hochwasser war an manchen Stellen so hoch, dass der Weg unpassierbar war. Glücklicherweise trafen wir auf ein älteres Paar, die uns entgegenliefen und vor dem Wasser warnten, sodass wir gar nicht erst Umwege auf uns nehmen mussten und konnten gleich reagieren. Sehr nett! Nicht wie das letzte Mal. Wobei barfuß durch die Nahe zu meinem Kindheitsalltag gehört hatte und somit wahrscheinlich keine Schwierigkeit dargestellt hätte. Mit trockenen Füßen erreichten wir Sponsheim und anschließend Dietersheim. Immer schön am Fluss entlang trafen wir zahlreiche Tiervielfalt, die über unseren Besuch ganz überrascht waren. Schnatternd und gackernd gaben sie uns den Damm als Fußweg frei. Wer kann es ihnen verdenken; ich hätte nicht minder Lust gehabt meinen Po in das trotz Sonne noch eisige Wasser zu setzen.
Und plötzlich stand sie da, die Brücke nach Münster-Sarmsheim, und wartete darauf mich in die Heimat zu tragen. Auch wenn es nur eine Sache von dreieinhalb Minuten war, ich fühlte das unglaubliche Gefühl nach Hause zu kommen.
Hinauf auf den Affenberg, dann hast du es geschafft! Auf halber Strecke kam uns mein Papa entgegen und so schafften wir den letzten Aufstieg zu Dritt.
Das war's schon. 28 Tage, vergangen wie im Fluge. Ab morgen würde ich wieder ganz normal aufstehen, nicht mehr laufen, nicht mehr in meine Wanderklamotten schlüpfen. Ab morgen könnte ich den ganzen Tag lang faul herumliegen. Ein Buch lesen. Die vielen Erkenntnisse und Ideen, die ich auf der Reise gesammelt habe, umsetzen. Ab morgen könnte ich wieder alles sofort tun. Darauf freute ich mich nun. Aber zuerst war heute ja noch nicht vorbei!
Nicht nur einmal klingelte es unerwartet an der Tür. Viele Überraschungsgäste, ein sagenhafter Überraschungskuchen, der cooler nicht hätte sein können, frische Blumen und natürlich jede Menge Sekt warteten auf mich. Auf diesem Wege noch einmal ein ganz großes, dickes, fettes Dankeschön an alle, die mich besucht, an mich gedacht oder auf welchem Wege auch immer gratuliert haben und natürlich an meine Eltern, die sich wieder mehr Arbeit geschafft haben, als ich je erwartet hätte. Das "Nachhausekommen", was für mich einen der wichtigsten Teile einer Reise ausmacht, war ein voller Erfolg und verbleibt in schöner Erinnerung!






























































